Gefrees, 06.03.2020

 

Stellungnahme zum Fragenkatalog, Herr Dietel

Fragenkatalog-Dietel

 

Stellungnahme zum Fragenkatalog, Herr Zeißler

Fragenkatalog-Zeißler

 

Stellungnahme zum Fragenkatalog, Herr Nelkel

Fragenkatalog-Nelkel

 

„Ja, aber…….!“

Nur Bernd Nelkel stellt sich klar gegen den Granitabbau!

 

Ja, aber…..! Dieser Satzanfang, der gern von der heutigen Politikergeneration verwendet wird, trifft auch auf die Antworten zum Fragenkatalog „Hohe Reuth“ von drei der vier Bürgermeisterkandidaten zu. Lediglich einer stellt sich klar vor die Interessen der BI und damit vor die Bürgerinnen und Bürger und nimmt damit auch deren Sorgen ernst.

JA – zur Natur, Trinkwasserversorgung, Immissionen, Emissionen, Gesundheit

ABER – die Interessen der Wirtschaft, wie in diesem Fall eines einzelnen 

 Unternehmens, das nicht einmal seinen Firmensitz in Gefrees hat,

 gehen vor.

 

Da wir zum Thema Granitabbau auf der Hohen Reuth von den Kandidaten zum Teil ausweichende Antworten bekamen, haben wir uns entschlossen einen Fragenkatalog zu erstellen und allen vier Kandidaten, unter Mitwirkung der Medien, gleichzeitig zu übersenden.

Am 02.02.2020 ging der beiliegende Fragenkatalog,  mit der Bitte ihn bis zum 21.02.2020 zu beantworten, an die Kandidaten. Die Fragebögen der drei Kandidaten, Herr Oliver Dietel, Herr Bernd Nelkel und Herr Stephan Zeißler kamen fristgemäß beantwortet zurück. Frau Christine Denner bedankte sich am 09.02.2020 für die Übersendung des Fragenkatalogs und versprach ihn sorgfältig durchzulesen. Eine Antwort erreichte uns  bis zum 28.02.2020 nicht. Wir gaben allen Kandidaten fast vier Wochen Zeit sich zu äußeren. Auch die Medien, Nordbayerischer Kurier und Frankenpost, waren interessiert, wie die Antworten der Kandidaten ausfallen würden und haben am 02.03.2020 darüber mit dem Hinweis berichtet, dass Frau Denner bis zum Redaktionsschluss nicht zu erreichen war.

Am 03.03.2020 haben wir aus der Frankenpost erfahren, dass Frau Denner sich direkt an die Redaktion der Frankenpost gewandt hat. Sie teilte mit, dass sie den Fragenkatalog der BI bewusst nicht beantwortet hätte. Als einen Grund gab sie an, dass sie im Urlaub gewesen wäre, das mag zwar richtig sein, aber nicht vier Wochen. Wir wundern uns auch, dass ihr die Frankenpost nach Ablauf der Frist noch eine Plattform zur Verfügung gestellt hat, sich zu rechtfertigen!

Als weiteren Grund gab Frau Denner an, dass der Fragebogen nicht seriös, erstellt sei und somit nicht korrekt ist. Das ist nach unserer Meinung ein Affront gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich der BI angeschlossen haben.  Alle Fragen waren klar und verständlich gestellt, das haben uns auch die drei anderen Bürgermeisterkandidaten bestätigt. Wir glauben, dass Frau Denner, wie schon vor der Fragebogenaktion, nicht bereit ist, klare Aussagen zum geplanten Granitabbau zu treffen und sich hinter dem Mutungsrecht, das seinen Ursprung aus der Zeit der Markgrafen hat, versteckt.

Von einem Bürgermeisterkandidaten erwarten wir eine klare Aussage, ob er bereit ist, die Interessen der Bürgerrinnen und Bürger zu vertreten, die sich berechtigte Sorgen um ihre Heimat machen!

Herr Dietel gibt bei Frage fünf bezüglich der Unterschutzstellung des Steinbruchgebietes an, dass ihm die Voraussetzungen nicht bekannt wären. Diesbezüglich hätte er sich vor Ort oder bei Fachbehörden erkundigen können, auch Fachliteratur (z.B. Bayernatlas) über die Hohe Reuth ist reichlich vorhanden. 

Bei Frage sechs, hier ging es um den möglichen Wertverlust der Gebäude und Grundstücke bei einem Abbau, verwies Herr Zeißler, nachdem wir bei ihm nachgefragt haben,  auf den Bericht von Dr. Kreutzer, hinsichtlich Gesundheitsgefährdung, den wir veröffentlicht haben und der nach seiner Einschätzung für die Imagekampagne „Gefrees ist gut“ schädlich wäre, hier würde er sich mehr Fingerspitzengefühl der BI wünschen, ist zu sagen, die BI unterstützt die Kampagne und möchte dafür sorgen, dass Gefrees auch gut bleibt. Der Einzige, der dieser Imagekampagne schadet, ist der Betreiber der Steinbrüche, wenn dort wieder Granit abgebaut wird.

Nach sorgfältiger Prüfung aller Fakten und Antworten der vier Kandidaten kommen die Verantwortlichen der Bürgerinitiative  zur Überzeugung, dass nur ein Kandidat die Erwartungen der Menschen, welche die BI unterstützen, am besten erfüllt, Bernd Nelkel. Er bekennt sich ohne WENN und ABER und mit allen Konsequenzen für die Interessen der Gefreeser Bürger!

In Zeiten des extremen Klimawandels, der globalen Erderwärmung, der prognostizierten Trinkwasserverknappung , eines dramatisch fortschreitenden Artensterbens dürfen wirtschaftliche Interessen nicht höher stehen, als die Ängste und Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger von Gefrees, denen man buchstäblich „das Wasser abgräbt!“