Stellungnahme zum Anliegen der Bürgerinitiative Hohe Reuth aus medizinischer Sicht:

Ich bin seit fast 29 Jahren als Allgemeinarzt in Gefrees niedergelassen und nehme derzeit an einer Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Umweltmedizin teil.

Im Rahmen dieser Tätigkeit konnte ich ein vermehrtes Auftreten von Bronchialkarzinomen (Lungenkrebs) auch bei Nichtrauchern in den östlichen Wohngebieten von Gefrees beobachten.
Hier ist ein möglicher Zusammenhang mit einer vermehrten Belastung durch Radongaseintritt in Kellerräume der hier gelegenen Wohnhäuser gegeben.
Der Untergrund hier ist durch granithaltiges Gestein geprägt.

Bei einem erneutem Abbau dieses Gesteines in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten ist u.a. mit einer verstärkten Belastung der Luft mit Feinstaub zu rechnen.
Dieser ist möglicherweise geeignet, über radioaktive Zerfallsprodukte zu einer weiteren Gesundheitsgefährdung der Gefreeser Bevölkerung beizutragen.
Auch das Grundwasser könnte möglicherweise dadurch verunreinigt werden.

Eine Lärmbelästigung durch Sprengungen, das Zerkleinern und den Abtransport des Gesteins mit regem LKW-Verkehr durch Gefrees führen zu weiteren Gesundheitsgefahren.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Andreas Kreutzer